Sa 12. Oktober — 16:00

Luftschloss Festival 2019

10 Jahre Musikmaschine
Werkhalle (EG)
Konzert: Alternative, Indie, Indie Pop, Pop, Rock, Singer/Songwriter

Einlass

16:00

Beginn

16:30

Eintritt VVK

ab 9 €
zzgl. Gebühren

Eintritt AK

15 €

10 Jahre Musikmaschine: Luftschloss Festival im KUZ als Jubiläumsparty

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Mainzer Künstleragentur Musikmaschine wird zehn Jahre alt! Gegründet 2009 im Hinterzimmer, war sie anfangs kaum mehr als die Auflistung einiger Mainzer Musiker im Netz, inzwischen ist die Agentur im Booking verantwortlich für etwa 30 Bands, hat mehr als 300 Konzerte veranstaltet und mit einigen größeren Events im Mainzer Stadtgebiet für Aufruhr gesorgt. Die Kernkompetenz hat überdauert: Echte Liebe zur Livemusik. Am 12. Oktober 2019 wird das Jubiläum unter dem Namen Luftschloss Festival 2019 im KUZ zelebriert. Natürlich als Indoor-Livemusik-Festival.

Die Künstleragentur Musikmaschine wird zehn Jahre alt - und dies wird am 12. Oktober 2019 im KUZ mit einem Livemusik-Festival gefeiert. Das Gebilde "Musikmaschine" ist 2009 in einem Hinterzimmer in der Mainzer Neustadt entstanden und war ein ambitioniertes, aber vorerst recht überschaubares Projekt. Letztlich ging es anfangs nicht darüber hinaus, dass plötzlich eine Webseite existierte, die einige DJs, Elektro-Acts und Bands aus Mainz auflistete. Dazu kam eine harte Opening-Party im legendären DGB-Keller, welcher damals noch für solche Anlässe zur Verfügung stand.

Der Gründer David Gutsche erinnert sich: "Bei meinen Booking-Aktivitäten im ´Bootshaus´, dem ´Schick & Schön´, dem ´DGB-Keller´ und später dem ´Tikal´ kam mir die Idee, meine Kenntnis und mein Netzwerk in der Mainzer Szene ebenfalls in Form einer Agentur zu bündeln." Es schien eine schöne Sache werden zu können, die sich auch tragen würde, weil für die Agenturen der DJs bei der Vermittlung ihrer Acts jeweils Provisionen fällig sind. Allerdings, so Gutsche, sei die Mainzer Szene damals bei weitem nicht zu ergiebig gewesen wie heute.

Drei Jahre nach der Gründung stieß der heutige Geschäftsführer Moritz Eisenach dazu, zunächst als Booking-Agent seiner eigenen Band "The Rattlesnake Orchestra". Für ihn war das die perfekte Lösung, da er sich ohnehin um das Booking der Band kümmerte. "Ich bekam durch die Provisionen ein kleines Taschengeld bei jedem Konzert und meine Bandkollegen mussten kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn sie weniger organisiert hatten, als ich", erzählt Eisenach. Die Entwicklung wurde beschleunigt durch kontinuierliche Pressearbeit und die Konzeption eigener Formate.

Es folgten regelmäßige Konzertabende im "Red Cat", Gigs im "Caveau", im "Baron" und im "Q-Kaff", im "Schon & Schön", im "Nelly´s", im "Glashaus" (damals "Deck3") des Mainzer Staatstheaters, im Volkspark, in den Pubs der Stadt, im Gebaeude27, auf der Planke Nord und in diversen weiteren Locations. Dazu entwickelte sich ein kleines Team aus studentischen Aushilfen, Praktikanten und freien Mitarbeitern, welche die externe Künstlervermittlung so ausweiteten, dass sich die Musikmaschine in den Liveclubs, Pubs und unter den freien Veranstaltern der ganzen Bundesrepublik einen guten Namen machte.

Der Durchbruch gelang trotz aller Erfolge im Booking vor allem deswegen, weil sich Eisenach, mittlerweile als Geschäftsführer eingesetzt, mit der Organisation von Events profilierte. "Es begann damit, dass Alexandra Döring und Nina Wansart, die damals das Café ´Wildes Leben´ betrieben, mich fragten, ob ich bei der Organisation des Straßenfests "Gartenfeld - Platz für Kultur" helfen könne", berichtet Eisenach. "Das haben wir dann im Quartett mit Willy Zimmermann, dem damaligen Wirt der Kneipe ´Nirgendwo´, so gut gemacht, dass schlussendlich Teile der Anwohnerschaft des Gartenfeldplatzes Sturm liefen und das Fest zunichte machten." Danach folgte für die Musikmaschine die Organisation des AStA Sommerfests 2015 und 2016, die Entwicklung größerer Festivals an der "Planke Nord" ("Hafenklang") und in der "Halle 45" ("Pauken & Propheten") sowie die Durchführung vieler Straßen- und Sommerfeste im Stadtgebiet.

Dazu gehörte auch der Mainzer Wintermarkt, den die Musikmaschine gemeinsam mit der "Fiszbah" auf die Beine stellte. Die konfessionslose Veranstaltung im Winter stieß auf viel Gegenliebe seitens der Besucher, brachte aber beim Versuch, das Konzept zu schärfen und die Veranstaltung in den Januar zu verlegen, die Stadtoberen auf den Plan. Dass dort kein Verständnis für das Konzept aufgebracht und der Wintermarkt somit nicht genehmigt wurde, sorgte für den nächsten Umbruch bei der Musikmaschine. "Wir fokussieren uns nun wieder mehr auf unsere Kernkompetenz: Die echte Liebe zur Livemusik", sagt Eisenach. Ausgehend von den Konzertreihen "Kassettendeck" in der Altmünsterkirche und "Klein Aber Schick" im inzwischen in der Kaiserstraße beheimateten "Schick & Schön" soll Musikmaschine noch deutlicher als Konzertveranstalter wahrgenommen werden, der gute Qualität, Jugend, Regionalität und Spaß an Livemusik verbindet und so die hiesige Szene und Kultur fördert. Die Vorteile und die positiven Aspekte dieser Leidenschaft wurden inzwischen auch von der Wirtschaft erkannt. Es gelang beispielsweise, die Mainzer Sparkasse als dauerhaften Kooperationspartner zu gewinnen, der sämtliche Veranstaltungen auch finanziell unterstützt.

Das Luftschloss Festival repräsentiert all das hervorragend. Fünf Liveacts, die im Musikmaschine-Kosmos beheimatet sind, spielen ein waschechtes Indoor-Livemusik-Festival an einem Samstag im KUZ. Das kann man sich mal gönnen.

Programm:
16:00 Uhr Einlass
17:00 Uhr Von Flocken (Berlin | Indie-Pop)
18:00 Uhr Good Morning Yesterday (Mainz | Alternative, Singer-Songwriter)
19:30 Uhr LIN (Mainz | Pop)
20:45 Uhr Lilli Rubin (Mainz | Indie Pop)
22:00 Uhr TripAdLib (Mainz | Melodic Techno)

Eintritt: Drei Preise im Vorverkauf, einer an der Abendkasse. Im Vorfeld können sich die Gäste frei entscheiden, was ihnen das Luftschloss Festival wert ist.

Vorverkauf: 9,- (Mal-schauen-Ticket) | 12,- (Wird-schon-cool-Ticket) | 20,- (Kann-nur-super-werden-Ticket)